Artikel anzeigen: Richtig üben

Vom Üben allein werden die Rechtschreibfähigkeiten Ihres Kindes nicht unbedingt besser: es ist wichtig zu wissen, welche Übungen Sinn machen und wie man übt.

Ein kurzer Blick in die Schulgeschichte der letzten 40 Jahre: Vielleicht sind auch Sie mit der wöchentlichen Nachschrift aufgewachsen, vielleicht haben auch Sie fleißig geübt und hatten trotzdem über viele Jahre große Rechtschreibprobleme. Es lag mit Sicherheit nicht daran, dass Sie zu wenig geübt hätten oder nicht begabt genug gewesen wären.

Es lag an der mangelnden Erkenntnis, dass das Üben irgendwelcher Wörter oder Sätze in der Regel betroffenen Kindern keinen Leistungsfortschritt bringt. Kinder mit Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechtschreibens müssen nach einem systematisch aufgebauten Konzept gefördert werden, nur dann stellen sich auf Dauer Leistungsfortschritte ein. Dies wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. (Klicpera/Klicpera-Gasteiger, Psychologie der Lese-Rechtschreibschwierigkeiten)

Welche Übungen sind sinnvoll?

Das Üben mit jedem systematisch aufgebauten Rechtschreibkonzept nützt Ihrem Kind. Das vorliegende Konzept Im Rechtschreiben fit- Lern Schritt für Schritt ist konzipiert für die häusliche Übung. Ihr Kind kann zum größten Teil selbstständig damit arbeiten. Sie sind für Ihr Kind der beste Förderlehrer, wenn Ihr Kind bereit und emotional noch gewillt ist mit Ihnen, bzw. unter Ihrer Anleitung zu üben.

Wie üben Sie richtig?

Die Dauer und Häufigkeit häuslicher Übung hängt natürlich vom Alter des Kindes ab. In der Grundschule sind Kinder in der Regel mit Hausaufgaben so belastet, dass es nach meiner Erfahrung am besten ist, mit dem Kind einen Übungsplan aufzustellen: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind Crash-Kurse, d.h. versuchen Sie es zu motivieren, zwei Wochen lang 3 – 4 mal in der Woche 1 Seite im Übungsheft zu bearbeiten. In der Regel braucht das Kind für eine Seite ca. 10 Minuten. Das genügt! Drei mal 10 Minuten in der Woche üben, bringen mehr Lerneffekt als eine Nachhilfestunde! Sichern Sie Ihrem Kind zu, dass nach diesen zwei Wochen eine lernfreie Woche folgt. Diese Erholung brauchen Kinder und Eltern! Es spielt auch keine Rolle, sollten Sie diese Lernpause auf zwei Wochen ausdehnen. Wichtig ist, dass mehrere Übungsseiten in Folge bearbeitet werden. Markieren Sie die Lernwochen im Kalender und belohnen Sie sich und Ihr Kind mit einer Kleinigkeit (z.B. ein gemeinsames Spiel, eine Lieblingsspeise ect.), wenn das Pensum geschafft wurde. Bedenken Sie, dass die Übung mit vorliegendem Konzept nur den gewünschten Erfolg bringt, wenn Sie sich Zeit dafür lassen. Rechtschreiben lernen hängt auch von intellektueller Reife ab, und Reife kann man nicht erzwingen, wie Sie sicher aus der frühkindlichen Entwicklung Ihres Kindes wissen. Wenn Sie die fünf Übungshefte auf diese Weise durcharbeiten, werden Sie ungefähr zwei Jahre dafür benötigen.

Posted in Richtig üben, Was Sie als Eltern wissen sollten



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