Artikel anzeigen: Legasthenie und weiterführende Sch.?

Vielleicht sollte man die Frage anders stellen: Kann mein Kind einen höheren/höchsten Bildungsabschluss erreichen? Diese Frage ist grundsätzlich mit einem Ja, warum nicht zu beantworten. Ihr Kind kann zu dem Bildungsabschluss kommen, den es ohne eine Teilleistungsproblematik auch erreicht hätte, möglicherweise aber nicht  auf dem gleichen Weg.

Natürlich müssen Sie als Eltern wissen, dass betroffene Schüler zumindest in den ersten Schuljahren in einer weiterführenden Schule, also in der fünften, sechsten und siebten Klasse, noch immer einen gewissen Lernnachteil im Vergleich zu ihren Mitschülern haben.  Der Fremdspracherwerb, z.B. das Erlernen von Englisch oder Französisch macht häufig bei der Rechtschreibung Probleme. Sollte Ihr Kind Schwierigkeiten beim Textverständnis haben, hat es in Hinsicht auf alle schriftlichen Fragestellungen bei Leistungskontrollen ein gewisses Handicap. Sie müssen also damit rechnen, dass Ihr Kind mehr Energie und Durchhaltevermögen als andere Kinder aufweisen muss, um mit den Anforderungen einer weiterführenden Schule (Realschule/Gymnasium) zurechtzukommen.  Sie, als Eltern können Ihr Kind am besten unterstützen, wenn Sie

  • die Anforderungen an seine Noten an seine momentane Leistungsfähigkeit anpassen,
  •  Verständnis dafür aufbringen, dass gute Noten in manchen Fächern bestimmt noch eine Weile auf sich warten lassen,
  • Ihrem Kind  bei anfänglichen Misserfolgen Mut und Zuversicht   vermitteln,
  • Ihrem Kind zumindest anfangs  beim Lernen Hilfen geben.

Ich möchte Ihnen nun zwei Fragen stellen, die Ihnen die Entscheidung, in welche weiterführende Schule Sie Ihr Kind schicken, erleichtern sollen:

  1. Sind Sie, als Eltern bereit und in der Lage Ihrem Kind in obigem Sinne zur Seite zu stehen?
  2. Ist Ihr Kind zum jetzigen Zeitpunkt bereit und fähig, den Anstrengungen in einem Gymnasium/Realschule gerecht zu werden?

Eine wesentliche Voraussetzung, dass Ihr Kind einen höheren Bildungsabschluss erreicht,  ist seine Bereitschaft zu lernen. Diese Lernbereitschaft zu erhalten, ist m.E. eine der schwierigsten, aber auch eine der wichtigsten Aufgaben, die wir als Eltern haben.  Die Schule selbst macht dies nicht immer leicht. Wenn wir uns als Eltern dann auch noch eher leistungsmindernd verhalten, wird es für ein betroffenes Kind schwierig, einen guten Schulweg zu gehen.   Leistungsmindernd auf das Lernverhalten eines Kindes wirkt sich aus, wenn  wir es überfordern, den Noten einen zu hohen Wert beimessen oder unsere eigenen Ziele in unseren Kindern verwirklicht sehen wollen, ohne auf deren besondere Begabung  zu achten. Es gibt so viele Wege, um zu einem angestrebten Bildungsabschluss zu kommen.  Informieren Sie sich und lassen Sie sich gut beraten!

Posted in Aktuelle Infos zu Schule und Unterricht, Mit Legasthenie in eine weiterführende Schule?



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