Artikel anzeigen: Ein Eintrag im Zeugnis?

Wird einem Schüler ein Nachteilsausgleich in Form eines Notenschutzes bei der Festsetzung seiner Leistungen gewährt, muss dies in seinem Zeugnis durch einen entsprechenden Vermerk gekennzeichnet werden. Das bedeutet:  Liegt die Bescheinigung einer Legasthenie vor, hat Ihr Kind grundsätzlich Anspruch  auf einen Nachteilsausgleich und/oder Notenschutz im Rechtschreiben/Lesen. (Die Problematik dieser neuen kultusministeriellen Vorgabe, seit Sept. 2016 verbindlich, wird in einem eigenen Artikel der Nachteilsausgleich erläutert.) Der entsprechende Eintrag im Zeugnis lautet:

„Das Rechtschreiben wurde nicht bewertet“

In einem  früheren kultusministeriellem Schreiben (KMS IV/1-7306/4-4/55382 v. 09.08.2000) wird auf Schüler, die noch keine Bescheinigung vorlegen können, aber dennoch offensichtlich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens/Schreibens haben, wie folgt verwiesen:

„Kann trotz erkennbarer Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben eine Entscheidung über das Vorliegen einer Legasthenie oder Lese-Rechtschreibschwäche nicht unmittelbar getroffen werden, insbesondere in den ersten Schuljahren der Grundschule oder wegen unvermeidlicher Wartezeiten bis zur Untersuchung, so kann die Schule dennoch im pädagogischen Ermessen alle in der Bekanntmachung beschriebenen Förder- und Hilfs-maßnahmen, die für die weitere Förderung und Entwicklung des Schülers hilfreich erscheinen, anwenden“

Es bleibt abzuwarten, ob diese Regelung aus dem Jahre 2000 noch gilt, erst im Laufe des Schuljahres 2016/2017 werden nähere Ausführungen aus kultusministerieller Sicht dazu erwartet.

Sowohl im Übertrittszeugnis als auch im Abschlusszeugnis ist der entsprechende Vermerk zwingend vorgeschrieben, wenn der Schüler im laufenden Schuljahr den Nachteilsausgleich in Anspruch genommen hat.

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